
ENTSORGUNG
Entsorgung von diversen Wertstoffen
Unter Wertstoffen versteht man stoffliche Erzeugnisse, die nach Gebrauch erneut genutzt und in andere Produkte umgewandelt oder in Rohstoffe aufgespalten werden können. Im Recyclinggewerbe bezeichnet man Abfälle als Wertstoffe, die vorwiegend im Haushalt und Kleingewerbe anfallen.
Folgende Wertstoffe werden von uns recycelt:

Als Grünschnitt werden frisch geschnittene, wenig verholzte Pflanzenreste in der Gartenwirtschaft, Landschafts- und Waldpflege bezeichnet, wie Rasen- und Strauchschnitt, Laub oder dünne Äste. Erde, Wurzelstöcke etc. gehören nicht dazu.

Da Altreifen nicht verrotten, stellen sie eine große Umweltbelastung dar. Gerne beraten wir Sie hinsichtlich ihrer fachgerechten Entsorgung. Unterschieden wird dabei nach zwei Qualitätsmaßstäben – Reifen mit einem max. Durchmesser von 1,5 m (ausgenommen Vollgummireifen und Baggerketten) sowie Reifen mit einem höheren Durchmesser als 1,5 m, etwa Traktorreifen, Baggerketten oder Vollgummireifen. Felgen zählen nicht zu den Reifen!

Das Altpapier-Recycling zählt zu den wichtigsten Rohstoffquellen der Papierindustrie. Europa nimmt dabei eine Vorreiterrolle ein. Achten Sie darauf, dass keine bitumenbeschichteten Stoffe oder Kunststoffe im Altpapiercontainer landen!

Kunststoff wird häufig als Verpackungsmaterial benutzt. Die Entsorgung ist weltweit ein großes Thema. Dabei spielen die unterschiedlichen Qualitäten eine große Rolle. Grob macht etwa eine Aufsplittung in LDPE-Folien, HDPE-Behälter und PP-Behälter etc. Sinn. Verpackungsbänder und Restmüll zählen nicht zu den Kunststoffen.

Unter dem Begriff Altholz fasst man Hölzer zusammen, die einer Nutzung zugeführt wurden und gemäß AWG 2002 §2 als Abfall gelten. Es kann zum Beispiel in der Holzindustrie oder thermisch verwertet werden. Unterschieden wird zwischen unbehandeltem Holz (Qualität A) – dazu zählen etwa naturbelassenes Holz, Vollholzkisten oder Paletten – und behandeltem Holz (Qualität B) wie Spanplatten, Türblätter oder Türzargen etc. Restmüll, Heraklith, Mineralwolle oder Bauschutt gehören nicht in den Holzcontainer.

Die umweltgerechte Entsorgung von Glas hilft dabei, Energie, Rohstoffe, Geld und Emissionen zu sparen. Führen Sie gebrauchte Gläser also unbedingt dem Abfallkreislauf zu, statt es zu deponieren! Es kann beliebig oft eingeschmolzen und neu geformt werden.

Unter gefährlichen Abfällen versteht man Abfallstoffe, die bestimmte Gefährdungsmerkmale aufweisen und die menschliche Gesundheit oder Umwelt schädigen können. Sie werden auch gerne als Sondermüll bezeichnet. Zu den gefährlichen Abfällen zählen etwa Werkstättenabfälle, Eternitabfälle oder Bleiakkumulatoren.

Auch alte Elektrogeräte besitzen Metalle und ähnliche Stoffe, die wiederverwendbar sind. Allerdings enthalten sie genauso gefährliche Schadstoffe, weshalb sie getrennt gesammelt werden. Als Beispiele seien Bildschirme oder Elektro-Groß- und Kleingeräte angeführt. Bleiakkumulatoren, Leuchtstoffröhren und Quecksilberlampen fallen nicht in die Kategorie „Elektro-Altgeräte.“

Als Erd- oder Bodenaushub bezeichnet man zu Bauzwecken aus dem Baugrund ausgehobene Erde. In größerer Menge fällt er vor allem im Straßenbau an. Er wird unabhängig vom Bauschutt entsorgt und wiederverwertet. Zum Bodenaushub gehören Erde, Lehm und Sand, nicht aber Ziegel, Beton, Holz oder anorganische Stoffe.

Unter Baustellenmüll versteht man bei Baumaßnahmen anfallenden Müll, der anders als Bauschutt ein vielseitiges Gemisch bildet. Allerdings darf er keine gefährlichen Stoffe enthalten (erkennbar an den Gefahrstofflabels auf der Verpackung). Baustellenmüll wird in einer Sortieranlage in seine verschiedenen Stoffe getrennt.

Wenn man von Bauschutt spricht, meint man den mineralischen Abfall, der auf Baustellen anfällt, also etwa Beton, Dachziegel, Mauerwerk und Putz. Organische Abfälle, Bitumen, Rigips, Eternit und Dämmwolle zählen nicht dazu. Bauschutt kann durch Recycling komplett wiederverwertet werden.
